Wäschetrockner oder Wäschespinne?


Jeder Haushalt hat ein mehr oder weniger großes Wäscheaufkommen, das natürlich in regelmäßigen Abständen gereinigt werden muss. Anschließend folgt die Trocknung. Und da fragen sich - nicht zuletzt auch angesichts immer höher werdender Energiepreise - immer mehr Verbraucher: Kann ich hier überhaupt Geld sparen?


Wäschetrockner gehören inzwischen zum festen Inventar vieler Haushalte in Deutschland und spielen für viele eine wichtige Rolle. Das liegt vor allem daran, dass sie sehr praktisch sind: Man gibt einfach die fertig gewaschene und noch feuchte Wäsche hinein, stellt die gewünschte Zeit und Temperatur ein - und schon kann es losgehen. Meist ist die Wäsche dann innerhalb einer halben Stunde trocken und kann in den Schrank gelegt werden.

Dies ist die eine Möglichkeit - und ein Komfort, auf den viele Menschen nicht verzichten möchten, da der Stress im Alltag ohnehin schon viel Zeit in Anspruch nimmt.

Allerdings gibt es im Gegenzug dazu natürlich auch die gute alte Wäschespinne für den Garten. Es gibt immer wieder kontroverse Diskussionen, bei denen es darum geht, ob man einen Wäschetrockner nutzen oder lieber die Wäsche auf der Spinne im Garten befestigen soll. Vor allem im Hinblick auf die Kosten gibt es hier zwischen beiden Varianten gravierende Unterschiede.

Betrachten wir zunächst die Wäschespinne. Ein durchschnittliches, solides und stabiles Modell kostet etwa 150 Euro und weist eine Lebensdauer von rund 15 Jahren aus. Ein Wäschetrockner ist ebenfalls so lange nutzbar - kostet aber dafür im Schnitt 800 Euro oder mehr. Zusätzlich verbraucht dieser natürlich Strom: Bei modernen Geräten ist dies etwa 1,8 kWh nach den aktuellen EU-Richtlinien. Fakt ist: Ein Wäschetrockner braucht durchaus eine Menge Energie - eine Wäschespinne dafür überhaupt keine. Zwar lassen sich energieeffiziente Geräte - wie zum Beispiel moderne Wärmepumpentrockner mit einer Energieeffizienzklasse A+++ nutzen, allerdings ist der Verbrauch dennoch nicht unbedingt gering. Ein Beispiel: Geht man von rund 30 Cent Kosten pro Kilowattstunde aus, so kostet ein Wäschetrockner in 15 Jahren rund 2.000 Euro.


Teurer Komfort - Warum Wäschetrockner nach wie vor so beliebt sind


Selbstverständlich bietet ein Wäschetrockner Vorteile, die keine Wäschespinne jemals wettmachen könnte. Und genau deshalb nutzen die meisten Haushalte ihn auch. Er trocknet die Wäsche - insbesondere an regnerischen und kalten Tagen - viel schneller und zuverlässig. Weiterhin spart man sich das zeitaufwändige Auf- und Abhängen der Wäsche. Jedoch: Wohnt man in einer Gegend mit vielen Regentagen, so kann man schon für kleines Geld einen Wäscheständer in der Wohnung nutzen. Das macht einen vom Wetter unabhängig und man kann seine Wäsche trotzdem zuverlässig trocknen. Im Sommer ist der Wäschetrockner dennoch gänzlich überflüssig, denn hängt man Bettlaken & Co. in die heiße Sonne, sind diese ebenfalls in kürzester Zeit trocken - ganz ohne zusätzliche Energiekosten. Ein Nachteil des Wäschetrockners ist zudem, dass die Fasern auf Dauer schnell spröder werden als bei schonendem Trocknen an der Luft und sich die Reste schnell im Flusensieb ansammeln.

So hilft die Wäschespinne nicht nur dem eigenen Geldbeutel, sondern auch der Umwelt und der Wäsche selbst - und ist damit im Vergleich zum Wäschetrockner ganz klar der Gewinner.


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